Pflanze des Monats: Rosskastanie

Rosskastanie

Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) mit ihren grossen, siebenteiligen Blättern, den weissen Blütentrauben und den glatten, dunkelbraunen Früchten kennt jedes Kind. Als natürliches Bastelmaterial sind sie uns allen bekannt, denn Kastanienbäume sind bei uns weit verbreitet. Die imposanten Bäume wachsen bis zu 30 Meter hoch und säumen in vielen Städten Europas die Parks und Alleen. Doch das war nicht immer so, die Rosskastanie stammt eigentlich aus Zentralasien, Indien und Südosteuropa. Sie wurde erst vor etwa fünfhundert Jahren durch das Osmanische Reich nach Europa gebracht. Hier erschliesst sich auch ihr Name – denn die Osmanen fütterten mit Kastanien ihre Pferde, und ihr Name grenzt sie ab von den feineren, für Menschen geniessbare Maroni.

Die Rosskastanie ist in der Pflanzenheilkunde kein Newcomer; in Kräuterbüchern erscheint sie erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts, doch Menschen nutzten sie schon deutlich früher für ihre Wirkung auf Gefässe und Blutzirkulation. Inzwischen belegen Studien die Heilwirkung vor allem eines Wirkstoffgemisches in der Rosskastanie: das Aescin. Es dichtet geschädigte Gefässe ab und ist so wirkungsvoll gegen Venenerkrankungen, Wasserablagerungen, geschwollene Extremitäten, Wadenkrämpfe und mehr.

 

Wofür ist Rosskastanie gut?

Rosskastanie wird eingesetzt bei müden, geschwollenen und schmerzenden Beinen, Krampfadern, Wadenkrämpfen, kalten Gliedern und allgemeinen Venenenbeschwerden und -entzündungen. Sie wirkt durchblutungsfördernd und stärkt den venösen Kreislauf. Die Heilwirkung auf die Blutgefässe umfasst auch die Arterien, welche von Ablagerungen befreit werden können. Angesammelte Gewebsflüssigkeit kann durch gestärkte Kapillaren aufgenommen und abtransportiert werden, um Schwellungen zu lindern.

Die pflanzlichen Gerbstoffe in der Kastanie wirken adstringierend und wurden bei Wunden und zur Blutstillung verwendet. Weiterhin haben Kastaniensamen schmerzstillende und schleimlösende Eigenschaften, was sie hilfreich macht bei Husten und zur Schmerzbehandlung bei Rheuma oder Nervenschmerzen. Auch bei Magen-Darm- Katarrhen und Durchfall kann die Rosskastanie hilfreich sein.

 

Was ist drin?

Der Rosskastanienbaum stammt aus der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei um Pflanzen mit hohem Anteil an Saponinen – wenn man kleingeschnittene Rosskastanien mit kochendem Wasser übergiesst, wird das Wasser seifig. Dieses Wasser kann man zum Waschen des Körpers und von Kleidungsstücken benutzen. Die Saponine befinden sich hauptsächlich in den Samen, also den kleinen Kastanien selbst, und sind ein Wirkstoffkomplex aus vielen verschiedenen Saponinen.

Etwa 5-10% davon ist das sogenannte Aescin; dieses Saponingemisch ist gut untersucht und verantwortlich für einen die positiven Effekte auf unseren Körper. Aescin ist entzündungshemmend und hat einen dichtenden Effekt auf die Wände unserer Gefässe, was wiederrum die Ansammlung von Wasser im Gewebe vermeidet. Unangenehme Schwellungen der Beine und Füsse, Kribbeln und Wadenkrämpfe können mit Extrakten aus der Rosskastanie wirksam behandelt werden.

 

Anwendung von Rosskastanie:

Volksheilkundlich werden Blätter, Blüten, Samen und Rinde verwendet. Die Wirkstoffkonzentration ist bei den verschiedenen Teilen des Baums sind sehr unterschiedlich, daher werden nicht alle Teile gleich benutzt. Die Blätter und Blüten können in einem Aufguss als Tee getrunken werden bei fiebrigen Erkrankungen und Hustenleiden, zur Verbesserung der Durchblutung und Entwässerung. Angesetzte Tinkturen und Öle aus den Blüten können äusserlich bei Schmerzen des Bewegungsapparates eingerieben werden.

In der Rinde des Kastanienbaumes befindet sich ein Glykosid namens Aesculin. Es wirkt anregend auf die Blutzirkulation und den Stoffwechsel. Überraschenderweise ist es fluoreszierend und wird in der Mikrobiologie zur Erkennung bestimmter Bakterien verwendet. (Junge Zweige können mit kaltem Wasser angesetzt werden, um das Leuchten hervorzubringen.) Aesculin kann ausserdem UV-Licht binden und wurde als Vorbeugung vor Sonnenbrand genutzt.

Am stärksten ist die Wirkstoffkonzentration in den Samen. Daher sind die glatten, dunkelbraunen Kastanien ein bewährtes, pflanzlichen Mittel bei Venenschwäche und Krampfadern . Die Rosskastanien wirken entzündungshemmend, adstringierend (zusammenziehend), harntreibend und gegen Fieber und Schmerzen.

Für die äussere Anwendung kann die Rosskastanie zu Cremen, Lotionen, Tinkturen und Ölen verarbeitet werden. Lokal eingerieben können die Wirkstoffe über die Haut aufgenommen werden.

Nebenwirkungen bei der Anwendung von Rosskastanie sind selten. Es können aber Magenschmerzen oder Juckreiz vorkommen; wer Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung nimmt, sollte vor der Anwendung von Kastanie mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen.

 

Rosskastanie als natürliche Venen-Begleittherapie

Unter Venenleiden versteht man sämtliche Erkrankungen des oberflächlichen und tiefen Venensystems. Hierzu zählen Krampfadern, Thrombosen und chronische venöse Stauungen, die zu offenen Beinen führen können. Gefässerkrankungen sind ein sehr weit verbreitetes Leiden. Im Vordergrund stehen die in jedem Lebensalter häufig auftretenden Krampfadern. Verschiedene Ursachen führen zur Veränderung der venösen Zirkulation und früher oder später zu Venenerkrankungen. Venöse Erkrankungen der unteren Extremitäten sind zur Zivilisationskrankheit geworden. Besonders beim Vorliegen vererbter Faktoren führt oft das lange Stehen oder Sitzen und auch das Tragen von modischen ungeeigneten Schuhen zu venösen Zirkulationsstörungen und letzten Endes zu leichten bis schweren Venenerkrankungen. Bereits im Anfangsstadium der Varizen (Krampfadern) können unangenehme Symptome wie müde und schwere Beine, Kribbeln und geschwollene Knöchel am Abend auftreten. Ein weiteres Symptom ist das automatische Hochlagern der Beine am Abend. Das durch die Arterien in die Beine gelangte Blut hat Mühe, durch die Venen wieder aufzusteigen. Dadurch wird der gesamte Kreislauf verlangsamt. Das Blut bleibt in den Beinvenen und insbesondere in den Kapillaren liegen. Diese Veränderungen der Mikrozirkulation führen zu den bekannten Symptomen wie Kribbeln, müde und schmerzende Beine. Dies sind die ersten Signale, um vorbeugende Massnahmen zu treffen, damit sich eine Weiterentwicklung zu schwereren Stadien verhindern lassen.

Als Mittel der 1. Wahl zur Behandlung gelten Kompressionsstrümpfe in Kombination mit pflanzlichen innerlichen Venenmittel. Das Hochlagern der Beine und Lebensstilveränderungen sind weitere unterstützende Faktoren zur signifikanten Verbesserung der Problematik. Rosskastanie enthält hochwirksame Pflanzenextrakte, die Ihren Venen helfen können.

 

  • Venentonisierend

  • Bei Wadenkrämpfen

  • Schwere Beine, geschwollene Beine

  • Rheuma, Arteriosklerose

  • Bei Venenerkrankungen

  • Geschädigte Blutgefässe

  • Stärkend, tonisierend auf Kreislauf und Stoffwechsel

  • Bei Hämorrhoiden

  • Schleimlösend bei Husten, Keuchhusten

  • Katarrhe an Atemwegen und Verdauungssystem

  • Nervenschmerzen

  • Wundheilung und Blutstillung

  • Krampflösend

  • Adstringierend (zusammenziehend)

  • Geschwüre, Ödeme

  • Ischias

  • Gicht

  • Ekzeme, Hautbeschwerden

 


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